Ein großer Fernbusanbieter räumt das Feld

city2city_Flotte (3)Es wurde bereits lange vorausgesagt und nun ist es soweit. Der Fernbusmarkt beginnt sich zu bereinigen. Der Fernbusanbieter City2City stellt seinen Dienst zum 13.10. ein. Falls bereits ein Ticket für den Zeitraum danach gekauft wurde, wird man von City2City kontaktiert und bekommt das Geld zurück erstattet. Hinter City2City steht der britische Branchenexperte National Express. Das Unternehmen war bislang die Nummer Fünf auf dem deutschen Markt und hat vor allem Verbindungen von und nach Nordrhein-Westfalen bedient.

Gründe für den Ausstieg

Von Seiten City2 City heißt es, die „andauernd herausfordernden Marktbedingungen“ der Branche seien der Grund. Weiter sagt ein Firmensprecher das Unternehmen sei „unter den derzeitigen Marktbedingungen in Deutschland nicht in der Lage, ausreichend zu wachsen und ein zukunftsfähiges Geschäft aufzubauen“. Wie die meisten Anbieter hat City2City mit freien Busunternehmen zusammengearbeitet, weswegen die direkten Folgen für die Beschäftigten nicht ganz so tragisch sind. Das Unternehmen selbst beschäftigt sieben Mitarbeiter.

Dafür greift jetzt die Bahn an

Zu Beginn hat die Bahn die Fernbusse belächelt und die Konkurrenz unterschätzt. Mittlerweile ist aber auch der Deutschen Bahn AG klar geworden, dass durch die Liberalisierung des Fernbusmarktes eine echte Alternative entstanden ist. Deshalb greift sie nun doppelt an. Mit ihren eigenen Bussen und Verbesserungen bei den Bahnpreisen und einem erhöhten Komfort in der Zügen selbst. Bahnchef Rüdiger Grube räumte bereits ein, durch die Fernbusse einen Verlust von rund 50 Millionen Euro zu verbuchen.