Viele Familien wissen gar nicht, dass die Reise mit einem Fernbus sich ideal für einen günstigen und bequemen Familienurlaub eignet. Die meisten Anbieter gewähren Kindern attraktive Rabatte, mit denen Sie zusätzlich noch sparen können.

Aber auch Eltern fahren wesentlich entspannter in den Urlaub. Stressige Autobahnfahrten oder langweilige Bahnfahrten gehören hier der Vergangenheit an. Sie können unterwegs sich in aller Ruhe auf den Urlaubsort freuen. Fernbusse fahren mitunter durch wunderschönen Landschaften, sodass Sie nicht versäumen sollten, Ihre Kamera bereitzuhalten. Nachfolgend können Sie sich über Fernbusreisen mit Kindern eingehend informieren. Dabei sollen die Vorteile herausgestellt werden.

Kinderfreifahrten und Rabatte

Je nach Anbieter dürfen Kinder schon ab 6 Jahren ohne Begleitperson eine Fernbusreise antreten.

Generell sind Fernbusreisen relativ preisgünstig. Hier buhlen die meisten Fernbus-Anbieter mit attraktiven Kampfpreisen. Natürlich ist es in dieser Branche auch üblich, dass die Fahrpreise für Kleinkinder und Jugendliche bis zu einem bestimmten Alter unterhalb der regulären Fahrpreise für Erwachsene liegen.

Wählen Sie im ersten Schritt Ihr gewünschtes Reiseziel aus. Sie werden danach zu den Seiten des passenden Fernbus-Anbieters weitergeleitet. Dort können Sie in aller Ruhe die Buchung durchführen. Wenn Sie die Kinderoption auswählen, werden Sie nach dem Alter gefragt. Besonders übersichtlich gelingt dies zum Beispiel beim Anbieter FlixBus. Es kann durchaus vorkommen, dass sich auf den ersten Blick keine Preisveränderung ergibt. Dies liegt daran, dass Sie schon den aktuellen Sparpreis für eine Familienreise erhalten haben. Der Preis für ein Kinderticket liegt aber immer unter dem regulären Fahrpreis. Einige Anbieter errechnen für eine Familie einen Pauschalpreis.

Wichtig ist, dass Sie einen Kinderausweis vor Antritt der Fahrt bereithalten. Auf diese Weise lassen sich Unstimmigkeiten beim Einsteigen vermeiden, indem Sie das Alter Ihres Kindes nachweisen. Neben Fahrpreisermäßigungen gibt es auch sogenannte Kinderfreifahrten. Auch diese können Sie in aller Regel über die Buchungsmaske des Anbieters eintragen. Interessant ist zum Beispiel, dass Sie beim Anbieter BlaBlaBus für Sprösslinge unter zwei Jahren einen Rabatt von bis zu 50 % erhalten. Beim Anbieter IC-Bus der Deutschen Bundesbahn fahren Sprösslinge bis fünf Jahren in Begleitung eines Erwachsenen sogar kostenfrei. Hierzu ist aber zusätzlich ein Sitzplatz zu reservieren.

Wenn Jugendliche bis 14 Jahren in Begleitung nur eines Elternteils oder eines Großelternteils mitfahren, werden diese ebenfalls kostenlos mitgenommen. Sie sehen, dass Sie hier recht viel sparen können. Übrigens zahlen alleinreisende Sprösslinge immer nur die Hälfte.

Kinderrabatte der bekanntesten Fernbus-Anbieter

  • FlixBus: bis 15 Jahre - Kinderpreis
  • BlaBlaBus: bis 2 Jahre - 50 % Ermäßigung
  • Eurolines: bis 11 Jahre - 50 % Ermäßigung, 12 bis 26 Jahre - 10 % Ermäßigung
  • IC Bus: bis 5 Jahre - kostenlos in Begleitung eines Erwachsenen, 6 bis 14 Jahre - kostenlos in Begleitung eines Elternteils oder Großelternteils, alleinreisende Sprösslinge - 50 % Ermäßigung
  • OneBus: bis 4 Jahre - kostenlos, bis 15 Jahre Kinderpreis
  • RegioJet: bis 15 Jahre - 50 % Ermäßigung, 15 bis 26 Jahre - 10 % Ermäßigung

Kinderalleinfahrt

Ein Fernbus gilt allgemein als sicheres und zuverlässiges Verkehrsmittel. So ist es auch nicht ungewöhnlich, dass Eltern ihre Sprösslinge alleine zu den Verwandten schicken. So kann mit einem Fernbus auf einfache Weise die Anfahrt zu den Großeltern realisiert werden. Nicht immer können Eltern leider einen solchen Besuch begleiten. Wenn beispielsweise die Jüngsten die Ferien bei den Großeltern verbringen möchten, müssen Sie selbst hierfür nicht extra Urlaub nehmen. Zu beachten ist jedoch, dass bei verschiedenen Fernbus-Anbietern das Mindestalter der Sprösslinge zu berücksichtigen ist.

Der IC Bus befördert zum Beispiel Kleinkinder ab sechs Jahren ohne Begleitperson. Bei Eurolines müssen alleinreisende Jugendliche schon 16 Jahre alt sein. Beachten Sie bitte auch, dass keines der bekannten Busunternehmen für Ihren Sprössling unterwegs eine individuelle Betreuung anbietet. Jedoch stehen ausreichend Entertainment-Möglichkeiten offen, auf die später noch eingegangen wird.

Viele Fernbusanbieter verlangen von den Eltern oder Erziehungsberechtigten der Alleinreisenden eine schriftliche Einverständniserklärung oder zumindest eine Erklärung bei der Buchung der Fahrt. Hierzu stellen die meisten Fernbus-Anbieter ein Online-Formular zum Download zur Verfügung. Dieses muss ausgefüllt und unterschrieben werden. Wichtig ist, dass in dieser Erklärung auch der Name und die Kontaktdaten des Abholers eingetragen ist. Dieser muss sich natürlich auch rechtzeitig an der Bushaltestelle befinden, wenn der Fernbus eintrifft. Aus Sicherheitsgründen muss sich der Abholer auch beim Busfahrer ausweisen.

Interessant ist, dass FlixBus auf ein solch schriftliches Formular mit einer Einverständniserklärung verzichtet. Stattdessen erfolgt die Bestätigung während der Online-Buchung, in dem betreffenden Angaben in einer Eingabemaske getätigt werden müssen. Jedoch werden auch hier der Name und die Kontaktdaten des Abholers abgefragt. Erkundigen Sie sich vor Antritt der Fahrt Ihres Kindes über die genauen Bestimmungen des Fernbus-Anbieters.

Einige Einschränkungen kann es geben. Die Regelungen in Bezug auf das Mindestalter des Kindes gelten nur für Inlandsfahrten. So dürfen Minderjährige nicht ohne Eltern oder Erziehungsberechtigte alleine ins Ausland reisen. Ebenso sind zum Beispiel bei FlixBus Umsteigeverbindungen bei Kinderalleinfahrten ausgeschlossen.

Beachten Sie bitte auch, dass zum Beispiel bei IC Bus die Kleinen in Begleitung eines Erziehungsberechtigten oder eines Großelternteils kostenlos fahren. Dies gilt für eine Kinderalleinfahrt leider nicht. In diesem Fall erhalten alleinreisende Jugendliche lediglich einen Rabatt von 50 %.

Voraussetzungen für alleinreisende Kinder

  • FlixBus: ab 10 Jahre - Einverständniserklärung während der Buchung bestätigen
  • BlaBlaBus: ab 12 Jahre - schriftliche Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten
  • Eurolines: ab 16 Jahre - schriftliche Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten
  • IC Bus: ab 6 Jahre - kein Einverständnis erforderlich
  • OneBus: ab 11 Jahre - es wird ein Downloadformular mit Erklärung benötigt
  • RegioJet: ab 10 Jahre - kein Einverständnis erforderlich

Das Alleinreisen von Kleinkindern kommt in aller Regel nicht allzu häufig vor. Hier wird ein großes Vertrauen auf den Fernbusanbieter gesetzt. Insbesondere sehr lange Strecken können für Ihre Jüngsten sehr anstrengend und vielleicht auch beängstigend sein. Sprechen Sie daher mit Ihrem Kind, ob es sich wirklich zutraut, eine solche Fahrt alleine anzutreten. Idealerweise begleiten Sie Ihren Sprössling und liefern ihn persönlich bei den Verwandten ab. Dann können Sie umgehend auch den Fernbus wieder nutzen, um die Heimreise anzutreten.

Entertainment für Kinder im Fernbus

Die Reise mit einem Fernbus ist auch über weite Strecken relativ preiswert. Von daher entscheiden sich viele Familien für diese Art des Verreisens. Jedoch darf auch nicht unerwähnt bleiben, dass die Fahrzeiten meist etwas länger ausfallen. Die Fahrt mit einem Schnellzug oder gar eine Flugreise ist natürlich schneller. Aus diesem Grund sollten Familien die Reise mit einem Fernbus genau planen. Wichtig ist, dass Sie Ihren Sprösslingen genügend Abwechslung bieten. Hierzu eignen sich Bücher, Zeitschriften, Reisespiel und Musikgeräte besonders gut. Insbesondere bei MP3-Playern oder E-Book-Readern sollten Sie darauf achten, genügend Akkus oder Batterie bereitzuhalten. Bei modernen Reisebussen haben Sie die Möglichkeit, ein Ladegerät anzuschließen.

Viele Busse unterstützen eine WLAN-Verbindung. Jedoch ist nicht immer sichergestellt, dass überall auch wirklich ein guter Empfang stattfindet. Der Bus selbst baut das WLAN-Netz über eine Mobilfunkverbindung auf. Bei Fahrten durch tiefe Täler oder im grenzüberschreitenden Verkehr kann es durchaus auch zu Funklöchern kommen. Sehr beliebt bei den Jüngsten sind Tablets, auf denen Kinderfilme und Fernsehserien abgespielt werden. Aber auch Hörbücher erfreuen sich große Beliebtheit, die in heutiger Zeit sehr einfach auf das Smartphone überspielt werden können. Diese Offline-Darbietungen lassen sich dann auch ohne WLAN nutzen.

Vorteilhaft sind Fernbusanbieter, die ein eigenes Entertainment-Center anbieten können. Meistens sind in den rückseitigen Kopflehnen der Vordersitze kleine Bildschirme verbaut, auf denen Sie Filme schauen können. Bei Student Agency bzw. RegioJet gibt es Touchscreen-Bildschirme, auf denen Sie, wie im Flugzeug, Ihr eigenes Entertainment-Programm auswählen können. Bei IC Bus können Sie das Entertainment-Programm auf Ihr Smartphone oder Tablet umleiten. Interessant ist aber auch das Angebot des Fernbusanbieters DeinBus.de, bei dem sich Ihre Jüngsten vor Antritt der Reise kostenlos einen Nintendo DS ausleihen können.

Wichtig ist, dass Jugendliche während längerer Fahrten abgelenkt werden. In heutiger Zeit können Kleinkinder noch mit einem lustigen Kinderbuch beglückt werden. Ältere nehmen dann schon lieber ihr Smartphone in die Hand. Um noch mehr Abwechslung zu bieten, sollten Sie aber auch auf traditionelle Gesellschaftsspiele setzen.

Sicherheitsbestimmungen

Kinder fahren in Begleitung eines Erziehungsberechtigten kostenlos oder zu ermäßigten Preisen.

Wenn Sie eine Reise mit einem Fernbus planen, dann sollten Sie sich auch über die Sicherheitsbestimmungen Gedanken machen. In Reisebussen oder Fernbussen sieht der Gesetzgeber keine Kindersitzpflicht vor. Jedoch wird empfohlen, insbesondere für Kleinkinder einen eigenen Kindersitz mitzunehmen. Auch einige Fernbusanbieter sehen sich in der Pflicht und verlangen zwingend einen Kindersitz oder eine Babyschale für Kleinkinder unter drei Jahren. Einer dieser Anbieter ist FlixBus.

Beachten Sie bitte, dass in aller Regel Fernreisebusse nicht von sich aus mit Kindersitzen ausgestattet sind. Sie sollten daher den eigenen Kindersitz von zuhause mitnehmen, auch wenn dieser sperrig und schwer ist. Zu beachten ist, dass die im Fernbus vorhandenen Gurtsysteme nicht immer kompatibel sind. In den meisten Bussen finden Sie hier lediglich ein traditionelles Zwei-Punkt-Gurtsystem.

Generell sind moderne Fernbusse sehr sicher und mit neuester Technik ausgestattet. Die Reiseanbieter achten sehr wohl darauf, dass Sie sicher ans Ziel gelangen. Die Busse verfügen über eine solide Grundausstattung, wie zum Beispiel ABS und EPS, sind darüber hinaus vielfach auch mit einem elektronischen Spurassistenten ausgestattet. Darüber hinaus bieten Ihnen die Fahrzeuge Abstandsregelautomaten, Lichtsensoren und sind auch mit Umrissleuchten versehen. Top-Modelle verfügen über sehr stabile Fahrgasträume, die sogar mit einem Überrollbügel versehen sind. Diese Features sind auf den ersten Blick beim Einsteigen gar nicht erkennbar. Der Fahrer wird von einer Tempoautomatik unterstützt.

Nichts soll dem Zufall überlassen und möglichen Eventualitäten vorgebeugt werden. Die Kontrollmechanismen haben in den letzten Jahren stark zugenommen. So ist FlixBus zum Beispiel eine Kooperation mit dem TÜV SÜD eingegangen und lässt seine Flotte regelmäßig dort überprüfen.

Mögliche Mängel sollen schnellstens erkannt und beseitigt werden.

Viele Fernbusanbieter haben daher an bestimmten Haltestellen auch die Zustimmung zu unangekündigten Fahrzeugkontrollen gegeben. Diese Überprüfungen finden beispielsweise an den ZOBs in München und Berlin in regelmäßigen Abständen statt.

Die Prüfergebnisse werden online mithilfe einer speziellen App zwischen dem Fernbusbetreiber, dem TÜV und weiteren individuellen Partnern übermittelt. Insbesondere FlixBus hat hier ein solches Überwachungssystem installiert. Zusätzliche Richtlinien sehen vor, dass Reisebusse und Fernbusse wesentlich intensiver geprüft werden. Im Gegensatz zu Pkws müssen diese Busse mindestens einmal im Jahr zur Untersuchung. Wie Experten vom TÜV bestätigen, kommen rund 99 Prozent aller überprüften Busse bereits bei der ersten Überprüfung problemlos durch die Hauptuntersuchung und erhalten sofort ihre TÜV-Plakette.

Infofilm: Wer ist besser? - Fernbus vs. Bahn

Nicht immer ist jedoch ausschließlich das Fernbusunternehmen für die Sicherheit zuständig. Auch der Fahrgast sollte eigene Vorkehrungen treffen. In heutiger Zeit verfügt jeder Sitzplatz in einem Reisebus über einen Sicherheitsgurt. Dieser sollte während der gesamten Fahrt vom Reisenden angelegt werden. Die Zweipunkt-Gurte sind so ausgelegt, dass sie auch auf längeren Fahrten nicht stören.

Fernbusanbieter achten darauf, dass nur gut ausgebildete Busfahrer auf längeren Strecken eingesetzt werden. Von den Busunternehmen und auch unabhängigen Institutionen werden daher verschiedene Schulungen und auch Sicherheits-Fahrtrainings angeboten. Diese Schulungen sollen gewährleisten, dass die Busfahrer auch in brenzligen Situationen wissen, wie sie vorzugehen haben. Interessant ist, dass zum Beispiel die Fahrer von FlixBus beim Sicherheitszentrum des ADAC geschult werden.

Darüber hinaus wurden neue EU-Richtlinien ins Leben gerufen, die sich um die Sicherheit von Fahrern und Fahrgästen kümmern. Europaweit werden Lenkzeiten für Busfahrer festgelegt, die nicht überschritten werden dürfen. Bei sehr langen Fahrten müssen zwei Busfahrer abwechselnd tätig werden. Es gibt einheitliche Tages- und Wochenlenkzeiten. Nach spätestens 4,5 Stunden muss ein Busfahrer eine Pause einlegen. Damit solle die Aufmerksamkeit und Wachsamkeit sichergestellt werden. Eine solche Pause muss mindestens 45 Minuten betragen. Jedoch darf diese in mehrere kürzere Pausen unterteilt werden. Bei den Fahrgästen sind diese Pausen sehr beliebt. Insbesondere auf längeren Reisen können sich die Fahrgäste an den Raststätten die Füße vertreten oder sich im Restaurant mit neuem Proviant eindecken. Viele gehen dort auch lieber auf die Toilette als im Bus. Ab einer Fahrzeit von mehr als neun Stunden muss der Fahrer durch einen Ersatzfahrer abgelöst werden.

Sicherheitsbestimmungen im Überblick

  • keine Kindersitzpflicht, dennoch fordern einige Anbieter einen Kindersitz bzw. eine Babyschale
  • ein traditionelles Zwei-Punkt-Gurtsystem sorgt für die Sicherheit jeden einzelnen Fahrgastes
  • um ein hohes Maß an Sicherheit zu gewährleisten, sind Fernbusse zumeist auf einem technisch hohen Niveau
  • 99% aller Busse kommen bei der ersten Prüfung problemlos durch die Hauptuntersuchung
  • Fernbus-Anbieter achten auf gut ausgebildete Busfahrer und bieten teilweise spezielle Schulungen an
Kommentar hinterlassen

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.